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die Ewigkeit hat mir

dein Lied gesungen

lange vor der Zeit

nie wußte ich

was mir gefehlt hat

Seelenliederklang

alles ist unruhig

in mir

und in hellem Aufruhr

denn in der Ferne

fühle ich

dein Lied

in meinem Herzen

 

 

Überschrift Artikel

 

Die Semestereröffnung mit Kunstausstellung an der VHS Oberursel ist phantastisch gelaufen. Einige meiner Kursbezogenen Bilder hängen jetzt für ein Jahr in einem der Unterrichtsräume in der Alten Post.

Die Veranstaltung war lebhaft besucht und ich konnte einige Interessierte und Neugierige mit der Idee meines Kurskonzeptes „Meditationszeichnen“ begeistern.

Mein herzlicher Dank geht an meine Kursteilnehmerinnen, die mich dabei unterstützt haben und an das Team der VHS, die meinen Raum liebevoll gestaltet und vorbereitet hatten.

Ganz. Großes. Kino.

Hier der Artikel aus der Taunuszeitung:

 

 

Detail

 

 

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Gerade stecke ich mitten in den Vorbereitungen für meinen nächsten Kurs, der in zwei Wochen stattfindet. Das Thema habe ich ja schon vor einem halben Jahr festgelegt und mir grob überlegt, was ich machen will.

Seit zwei Wochen geistern dazu Ideen in meinem Kopf herum, die mir durch neue Impulse gekommen sind. Ist das Gerüst für den Kurs erst mal gestrickt, lassen sich neue Fäden oder andere Farben ganz leicht mit einarbeiten.

Na? Neugierig geworden?

Hier schon mal ein winzig kleiner Ausschnitt und die Aussicht, daß da auf jeden Fall noch mehr kommt.

Wenn Du Lust hast, mitzumachen, schau unter Kurse, dort ist der Link zur Anmeldung.

Weitersagen nicht vergessen! :)


ich suche nach Antworten...

     im Wind, der in den Blättern tanzt

     im Lärm der Straße, der durch meine Adern fließt

     im Trubel, der an meine Ohren brandet

     am Boden meiner Tasse, wenn der Tee leer ist

     zwischen den Reiskörnern in meinem Milchreis

     in den Fugen des Kopfsteinpflasters unter meinen Füßen

     in den Farben, die die Wolken singen

     unter sieben Lackschichten am alten Tisch

     in der Stille meines Herzens,

     das nicht mehr für dich schlägt.

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Gefühle sind für mich in meiner Arbeit ein zentrales Thema, denn Gefühle sind allgegenwärtig. Wir fühlen uns ständig irgendwie. Ja. Wie eigentlich?

Über Gefühle schreiben ist ja bekannt quer durch die Weltliteratur. Vertonte Gefühle klingen jeden Tag aus unzähligen Lautsprechern rund um die Welt.

Gefühle sind.

Aber kann man Gefühle malen oder zeichnen? Ich meine ja. Ich hab schon oft gehört, daß Menschen es Quatsch finden, Gefühle zu malen. Und andere nennen es sogar Unfug. Und ich sage, daß ich Gefühle genauso in Formen und Farben ausdrücken kann, wie durch ein Lied, durch tanzen oder ein Gedicht.

Was mich an Gefühlen und dem Ausdruck von Gefühlen besonders fasziniert, ist, daß sich jeder anders ausdrückt. Mein Gefühl von Schmerz oder Freude kann völlig andere Farben haben, als deins. Und so, wie sich jeder Mensch anders bewegt, spricht und ausdrückt, sehen auch gemalte Gefühle bei jedem anders aus.

Ich fühle mich manchmal so:

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Manchmal fühle ich mich so:

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Oder ich fühle mich so:

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Und so fühle ich mich gelegentlich auch mal:

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Wie fühlst Du Dich?

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„it’s not houses I love, it’s the life I live in them.”

(Coco Chanel)

Den Spruch habe ich heute in meinem Kalender gelesen und mußte sofort daran denken, was ich an Häusern mag und was es mit meiner Leidenschaft fürs malen und zeichnen zu tun hat.

Ich liebe es, Häuser genau zu betrachten, um mir vorstellen zu können, welche Sorte Mensch darin wohnt. Welche Leben darin gelebt werden und was das Haus zu erzählen hat. Wir machen uns das vielleicht nicht immer bewußt, aber jedes Haus ist ja auch ein sichtbar gewordener Traum vom Leben. Von dem Leben nämlich, das sich der Mensch, der es baute, gewünscht hat. Spannende Angelegenheit also ein Haus zu betrachten

Beobachten und betrachten ist ziemlich wichtig, wenn ich etwas aufs Papier bringen möchte, rein über die perspektivisch korrekte Darstellung hinaus. Klar kann ich einen Gegenstand fotografisch genau zeichnen, wenn ich das will. Aber wo bleibt da die Seele? Wo bleibt das, was einen Gegenstand für mich ausmacht? Wie also fange ich die Ausstrahlung eines Zeichenobjekts ein? Indem ich es betrachte und beobachte.

Ganz ehrlich: ich stehe manchmal minutenlang vor einem Gebäude und betrachte es, weil es etwas zu erzählen hat. Und ich höre gerne zu – mit meinen Augen.

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Niemals habe ich ein Buch zurückgelassen.
Es ist keine Garantie ihn wiederzusehen, nur, weil er ein Buch bei dir gelassen hat.
Ein Buch ist keine Garantie.
 
Ich habe niemals ein Buch zurückgelassen.
 
Wieder habe ich hier ein Buch liegen.
Ich habe es gelesen.
Ich finde es schön.
 
Aber ich bin nicht damit verwachsen.
Keiner der Buchstaben ist mir ins Fleisch oder in die Seele gewachsen.
Es ist für mich kein Anker.
 
Keine Versicherung für ein Wiedersehen.
 
Niemals würde ich ein Buch zurücklassen.

Salz, da fehlt ein bisschen Salz

ein bißchen Salzkristall

auf deiner Haut –

dem schönsten Gedicht, das ich kenne

 

auch wenn Honig aus deiner Stimme

in mein Ohr tropft

ist es mein Herz, das herzhaft

Stücke deiner Seele ißt

 

zum Frühstück möcht’ ich einen

Blick in deine Augen

aufgewärmte Liebesschwüre gibt es nimmer

nicht mal überbacken und auf Toast

 

nimm dir Zeit
eh sie dir
gekonnt
zwischen den Fingern zerrinnt
 
entrinne der Zeit
steh still
und nimm dir
einen Augenblick
_
 
laß ihn frei,
denn nur wenn er vergeht
schenkt er dir
Erinnerungen
_
 
sonnendurchflute meinen Raum
ich möcht so gern auf deinen Strahlen ertrinken
ganz inniglich tief möchte ich
auf dem Grund des Sonnenbodens tanzen
 
Sonnenwellen branden an mein Fenster
ich öffne alle Fenster weit
und Sonnenschaum bleibt auf meinem Teppich liegen
den die Kronen angespült haben
 
und wenn du einen Sonnenstrahl
pflückst und daran riechst
wirst du feststellen
 
wie herrlich
 
 

wenn ein Sturmwind übers Meer so weit

wenn der Wind im Baum so hoch

wenn Gedanken einem Sturmwind gleich

warum nicht ich dann auch?

ein Wunder scheint es
daß die Zeit
beim Küssen
auf Pferden
schnell und ungestüm
voranschnellt,
jedoch auf
dem Haus einer Schnecke
sitzt,
bis man sich
wieder
Ein vorsichtig gewagter Schattentanz,
ein langsames Umkreisen
leisen Zehenspitzen folgend
an einer unsichtbaren Schnur gezogen.
 
So reich mir deine Schattenhand
auf einen Tanz im Sternenlicht
augenfern, kußdicht
bis an den Rand
der Welt.
 
Manchmal lauern deine Augen in der Ferne,
wenn sie meine Lippen küssen,
auf denen immer noch
Sternschatten tanzen.
 
Und manchmal streichen deine Gedanken
Über meine Haut,
dann sternen Gänse über Sommersprossen
und meine Nackenhaare tanzen ausgelassen.
 
Vorsichtig, ganz vorsichtig nur.
Langsam und noch langsamer.
Verschwiegen leise.
So unsichtbar.
 
Zieh mich in deinen Kreis
und tanz mit mir
über den Rand der Welt
allgemein verständlich
brachte er
mir bei
ich sei
für ihn nicht
richtig
ungemein verständnisvoll
neigte ich
mein Haupt
und dachte nicht

Blaß am Himmel

steht und fällt

das Glück

in einer Träne,

die

den Mann im Mond

beweint.

Mächtig nah

und kalt entfernt

lenkt und leidet

er den Menschen,

liebt und sehnt

er den Gefühlen

hinterher.

Honigwarm im Sommer

silberkalt im Winter

hoffnungsgelb im Frühling

verlassenblaß im Herbst

liegt er im Samt aus

dunkelblauen Gedanken

und schwarzverträumten

Hoffnungen,

sieht zu uns und

sagt uns gute Nacht.

Wolkenwasser fließt
mein lidloser Traumfresser
in den Spiegelsee
Jahresringe im
Knochen bringen Weisheit mit
das Kind in mir lacht
ruhig eingebettet
schweigen Worte traumvertieft
Stille überall
Steine ordentlich
nebeneinander gereiht
Katzen träumen -
streun ich
nachts durch dunkle Gassen
 
streun ich
unsicht-
barfuß durch kühle Wiesen
 
Katzenträume
streichen leise
Räume katzenfarben
 
streich ich
durchsich-
tigerleise Pfoten
 
Sahne ist verboten
Pfui
 
Katzenträume
träume ich
ganz leise nachts
in dunkelkühlen Räumen

das Wundervolle im Leben findet
zwischen den Worten
zwischen den Zeilen
statt

in allem
was dazwischen ist
zwischen
dir und mir

und!