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„it’s not houses I love, it’s the life I live in them.”

(Coco Chanel)

Den Spruch habe ich heute in meinem Kalender gelesen und mußte sofort daran denken, was ich an Häusern mag und was es mit meiner Leidenschaft fürs malen und zeichnen zu tun hat.

Ich liebe es, Häuser genau zu betrachten, um mir vorstellen zu können, welche Sorte Mensch darin wohnt. Welche Leben darin gelebt werden und was das Haus zu erzählen hat. Wir machen uns das vielleicht nicht immer bewußt, aber jedes Haus ist ja auch ein sichtbar gewordener Traum vom Leben. Von dem Leben nämlich, das sich der Mensch, der es baute, gewünscht hat. Spannende Angelegenheit also ein Haus zu betrachten

Beobachten und betrachten ist ziemlich wichtig, wenn ich etwas aufs Papier bringen möchte, rein über die perspektivisch korrekte Darstellung hinaus. Klar kann ich einen Gegenstand fotografisch genau zeichnen, wenn ich das will. Aber wo bleibt da die Seele? Wo bleibt das, was einen Gegenstand für mich ausmacht? Wie also fange ich die Ausstrahlung eines Zeichenobjekts ein? Indem ich es betrachte und beobachte.

Ganz ehrlich: ich stehe manchmal minutenlang vor einem Gebäude und betrachte es, weil es etwas zu erzählen hat. Und ich höre gerne zu – mit meinen Augen.

 

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